Theater Strahl: Vier - Eins = Null. Eine Geschichte über VerrücktSein


Ich zeichne meine Schwester. 

Mit Untertassen als Augen. 


Die Untertassen sprühen Funken. 


Ich zeichne meine Mutter. 

Mit Reißverschlüssen als Augen. 


Die Reißverschlüsse sind ganz zugezogen. 


Ich zeichne meinen Vater. 

Mit Fenstern als Augen. 


Die Fenster sind zerbrochen und zersprungen.


Ich zeichne mich selbst. 

Ganz ohne irgendwelche Augen.


Die große Schwester wird in die Psychiatrie eingeliefert, der Rest der Familie bleibt hilflos zurück. 4 – 1 = 0 heißt die verzweifelte Gleichung, die die kleine Schwester als Reaktion auf die Krankheit aufstellt. 

Augen werden verschlossen. Bis sie sich langsam, ganz langsam wieder öffnen ...


Frei nach Sonya Sones Buch „Spiel nicht verrückt“ bringt der STRAHL. TheaterJugendClub schnörkellos und emotional eine Geschichte zum Thema Verrücktsein auf die Bühne.


Es spielen: Lisa-Marie Droste, Vanja Lale, Clara Dünnebeil, Isabell Enders, Marie Eberhardt, Lena Heisel, Michael Pajuelo


Leitung: Charlotte Baumgart  

Dramaturgische Beratung: Ann-Marleen Stöckert

Assistenz: Stella Gkrigkovits

Licht: Max Fandrich


Aufführungstermin: 

02.07.2015 20.00 Uhr / im Podewil / Studio